Zwei Barrieren, eine Monofolie

Marco Gisler und Steffanie Föhn-Ulrich von Clarus mit der neuen Folie. Fotocredit: Stefan Becker

Clarus Films bringt eine PP-Monofolie mit Feuchtigkeits- und Sauerstoffschutz.

Barrieren für Mono-Kunststoffe sind eine der Herausforderungen, die die europäische Verpackungsverordnung PPWR auch Schweizer Unternehmen stellt, wenn sie in die EU liefern. Clarus Films aus Brunnen zeigte in Safenwil daher eine Polypropylen-Folie (BOPP) mit Sauerstoff- und Wasserdampfbarriere. Sie soll die üblichen Verbundfolien ersetzen.

Die (namenlose) Folie sei für jedes Produkt geeignet, das Barrieren braucht, primär für Lebensmittel, sagt Steffanie Föhn-Ulrich aus der Geschäftsleitung von Clarus. Ausnahme: Produkte, die pasteurisiert oder sterilisiert werden. Sie sei auch für schnelle Maschinen geeignet und insgesamt mit den üblichen Folien vergleichbar. Sie durchlaufe derzeit noch letzte Tests, unter anderem zur Haltbarkeit, sei aber bereits lieferbar.

Das Rad habe Clarus damit nicht neu erfunden: «Wir haben bisherige Folien neu zusammengesetzt», sagt Föhn-Ulrich. Die Kombination aus recyclingfähiger PP-Folie und Barriereschichten gelte als Monofolie, da die Barrieren weniger als fünf Prozent vom Gesamtwerk ausmachten und sich im Recyclingprozess vom PP lösten. bec

Der Autor: Stefan Becker