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Jowat Swiss AG

Stärkt Schweizer Produktionsstandort mit Erweiterungsbau

Mit einem neuen Erweiterungsbau setzt die Jowat Swiss AG mit Sitz in Buchrain LU, weltweit tätiges Kompetenzzentrum für Polyurethan-Klebstoffe, ein Zeichen für die langfristige Entwicklung ihres Schweizer Standorts. Der Verwaltungsrat hat den Ausbau des Produktionsstandorts beschlossen, die entsprechende Baugenehmigung liegt bereits vor. Geplant ist ein Neubau in tragender Holzleimbauweise, bei dem Klebstoffe aus dem Hause Jowat zum Einsatz kommen. Die neue Lagerhalle umfasst eine gesamte Geschossfläche von rund 1160 Quadratmetern und weist ein Gebäudevolumen von etwa 14.000 Kubikmetern auf. Das Gebäude wird rund 46 Meter lang, 21 Meter breit und 16 Meter hoch sein.

Swiss Safety Center

Neues Team für Technische Inspektionen und Korrosionsschutz

Korrosion zählt zu den häufigsten Ursachen für ungeplante Stillstände in Industrieanlagen. Die Folgen sind kostenintensive Reparaturen, Sicherheitsrisiken sowie eine verkürzte Lebensdauer von Anlagenkomponenten. Das Swiss Safety Center mit Sitz in Wallisellen erweitert sein Dienstleistungsportfolio gezielt um den Bereich Technische Inspektionen und Korrosionsschutz (TIK). Mit dieser strategischen Ergänzung stärkt das Beratungsunternehmen seine Kompetenz in der Werkstofftechnik und bietet Unternehmen integrierte Lösungen zur Sicherstellung der Anlagenintegrität. Das neue Team unterstützt Betreiber entlang des gesamten Lebenszyklus technischer Anlagen von der Materialauswahl bis zur Zustandsbewertung im laufenden Betrieb. Ziel ist es, Schadensmechanismen frühzeitig zu erkennen, Risiken systematisch zu bewerten und wirtschaftlich tragfähige Instandhaltungsmassnahmen abzuleiten.

Syntegon Minderheitsinvestor steigt ein DCVC Capital Partners mit Sitz in Luxemburg hat bekannt gegeben, dass eine Investorengruppe angeführt von Apollo-verwalteten Fonds mit Sitz in New York eine Minderheitsbeteiligung von 37 Prozent an Syntegon von CVC erwirbt. Auf Basis der Entwicklung von Syntegon unterstreicht CVC sein Engagement und führt seine Beteiligung als Mehrheitsgesellschafter mit den verbleibenden 63 Prozent der Anteile fort. Als weltweit tätiges Technologieunternehmen ist Syntegon ein strategischer Partner für den gesamten Lebenszyklus der Pharma-, Biotech- und Lebensmittelindustrie. Im Jahr 2025 erzielte Syntegon einen Rekordumsatz von 1,75 Mrd. Euro. Über die finanziellen Details der Vereinbarung wurde Stillschweigen vereinbart. Syntegon Technology (ehemals Bosch Packaging Technology)

ist mit dem Produktionswerk Syntegon Packaging Systems AG in Beringen SH in der Schweiz vertreten. Amazon

Übernimmt Lieferroboter-Startup RIVR Technologies

Amazon hat das Start-up RIVR Technologies AG mit Sitz in Zürich übernommen. RIVR Technologies hat sich auf Lieferroboter für Pakete und andere Verpackungen spezialisiert. Das Spin-off der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH Zürich, ehemals Swiss-Mile, wurde laut Presseberichten im Jahr 2024 mit rund 86 Millionen Franken bewertet. RIVR-CEO Marko Bjelonic bestätigte die Übernahme in einem Beitrag auf Linkedin, gab aber keine finanziellen Details bekannt. Amazon war bereits seit Januar 2024 bei RIVR investiert. Nun haben der Amazon Industrial Innovation Fund und Jeff Bezos das Unternehmen vollständig übernommen. RIVR-CEO Marko Bjelonic bleibt laut eigenen Angaben auf Linkedin auf seiner Position.

Gallus Ferd. Rüesch AG

Erste Gallus Five Installation geht nach Italien

Wie die Hybriddruckmaschine Gallus Five konventionelle Produktion auf digitale Prozesse umstellt.

Die Gallus Ferd. Rüesch AG mit Sitz in St. Gallen, eine Tochtergesellschaft der Heidelberger Druckmaschinen AG, gibt bekannt, dass der italienische Etikettenspezialist Artes Etichette seine digitalen Druckkapazitäten durch den Erwerb der weltweit ersten Gallus Five, einer hochproduktiven Hybriddruckmaschine, erweitert hat. Die im Dezember 2025 installierte neue Drucklösung ermöglicht es Artes bereits jetzt, einen bedeutenden Teil der bisherigen konventionellen Produktion auf digitale Prozesse umzustellen. Dadurch werden Rüstzeiten und Materialeinsatz eingespart sowie die Produktionsabläufe deutlich vereinfacht. Die Investition spiegelt das anhaltende Wachstum des italienischen Etikettenmarktes wider, dessen Wert im Jahr 2024 auf etwa 2 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde. Aluminiumverpackungen

Neue Recyclingallianz für kleine Aluminiumverpackungen

Die Recyclingallianz für kleine Aluminiumverpackungen wurde offiziell gegründet, um die Recyclingquote solcher Verpackungen in ganz Europa zu verbessern. Sie trägt den Namen «re-alu» und hat ein eigenes Branding für eine höhere Wiedererkennung. Die Website «re-alu.org» sowie ein LinkedIn-Profil sind online. Re-alu, gegründet unter dem Dach von AMS Europe e.V., vereint Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Aluminiumverpackungen mit einem klaren Ziel: die Recyclingquote kleiner Aluminiumverpackungen in Europa bis 2035 auf mindestens 55 Prozent zu steigern, im Einklang mit den Anforderungen der EU-Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR). Vetropack Gruppe

Überkapazitäten im Markt führen zu geringeren Umsätzen

Die Vetropack-Gruppe mit administrativem Sitz in Bülach ZH erzielte 2025 mit 778.9 Mio. CHF Nettoerlöse, die um 7.5 Prozent unter Vorjahr lagen (ohne Währungseffekte um –5.9 Prozent). Nach einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld mit Preisdruck und insgesamt geringeren Umsätzen im 1. Halbjahr war die sich zur Jahresmitte abzeichnende Stabilisierung nicht von Dauer. Auch das zweite Halbjahr war geprägt von Überkapazitäten im Markt. Das betriebliche Ergebnis erreichte 2025 21.6 Mio. CHF, nach 34.3 Mio. CHF im Vorjahr. Der Konzerngewinn 2025 erreichte mit einmaligen und ausserordentlichen Kosten 3.8 Mio. CHF, nach 13.7 Mio. CHF im Vorjahr. Einmalige Kosten im Zusammenhang mit der Schliessung der einzigen Schweizer Glaswanne in St-Prex VD belasteten das operative Ergebnis. Mit fortgesetztem Preisdruck erwartet Vetropack für 2026 bei stabilen Absatzmengen Nettoerlöse unter dem Vorjahr.

Koenig & Bauer AG

Erreicht Jahresziele und steigert Auftragseingang im Q1

Die Koenig & Bauer AG mit Sitz in D-Würzburg hat im Geschäftsjahr 2025 trotz handelspolitischer Unsicherheiten, geopolitischer Krisen und eines insgesamt volatilen Marktumfelds Umsatz und operative Ertragskraft gesteigert und die gesetzten Jahresziele erreicht. Das Berichtsjahr war geprägt von der Umsetzung der Konzernfokussierung. Koenig & Bauer erzielte 2025 einen Konzernumsatz von 1302,4 Mio. Euro (Vj. 1274,4 Mio. Euro). Das operative Ebit stieg auf 36,6 Mio. Euro (Vj. 15,3 Mio. Euro). Der Auftragseingang zeigte sich mit 704,0 Mio. Euro nach dem von der Weltleitmesse drupa geprägten, sehr starken Vorjahr stabil. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Koenig & Bauer eine Fortsetzung der operativen Stabilität. Die Koenig & Bauer AG wird in der Schweiz von der Koenig & Bauer (CH) AG mit Sitz in Höri ZH vertreten.

Europäische Aluminiumfolienindustrie Moderates Wachstum in 2025 trotz schwächerem Jahresende Die europäische Aluminiumfolienindustrie verzeichnete im Jahr 2025 eine moderate Markterholung. Nach der deutlichen Stabilisierung im Jahr 2024 entwickelte sich die Nachfrage insgesamt positiv, auch wenn sich die Dynamik im Jahresverlauf abschwächte und insbesondere das vierte Quartal verhaltener ausfiel. Besonders betroffen waren Verpackungsanwendungen für Schokolade und Kaffee, deren Nachfrage infolge stark gestiegener Rohstoffpreise deutlich zurückging. Die Gesamtlieferungen der europäischen Aluminiumfolienproduktion stiegen im Jahr 2025 auf 920.400 Tonnen, was einem Zuwachs von 3,1 Prozent gegenüber 2024 (892.500 Tonnen) entspricht. Sowohl der europäische Binnenmarkt als auch die Exporte trugen zu diesem Wachstum bei. Die Lieferungen innerhalb Europas erhöhten sich um 2,6 Prozent, während die Exporte ausserhalb der Region um 7,2 Prozent zulegten. Flexible Verpackungsmaterialien Rohstoffkosten und geopolitische Spannungen beeinflussen Märkte Die Preise für flexible Verpackungsmaterialien sind im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal nahezu durchgängig gestiegen. Steigende Energie- und Rohstoffkosten sowie zunehmende geopolitische Spannungen beeinflussen weiterhin die Märkte. Die aktuellen Zahlen von Flexible Packaging Europe (FPE) zeichnen ein besorgniserregendes Bild über die verschiedenen Substrate hinweg. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die dargestellten Werte das gesamte erste Quartal 2026 abbilden und im Vergleich zu den deutlich stärkeren Entwicklungen in den letzten Wochen des Quartals infolge des Konflikts im Nahen Osten noch als vergleichsweise moderat einzustufen sind.

Zusammengestellt von Dirk Schönrock